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Hilffe? Nein, Danke!

Brauchen Sie Geld?

Seid einigen Wochen schon steckt die Welt in einer Finanzkrise, die offensichtlich nach dem X-ten Rettungspaket noch immer nicht überstanden ist. Das dies so kommen wird, ist nicht unbedingt überraschend. Überraschend hingegen ist schon die heutige Meldung aus Kreisen der Bankenmanager, man werde vom Rettungspaket der Bundesregierung nur im Notfall gebrauch machen, da kein Manager die Hosen runter lassen wird und am Ende Beschränkungen des eigenen Gehalts in Kauf nimmt.

Vertrauen schaffende Maßnahmen war in letzter Zeit etwas, das wir oft hören durften, doch was soll hier Vertrauen schaffen? Manager, die um ihr eigenes Gehalt fürchten und deswegen eigene Fehler oder zu verantwortende Fehler nicht mit Geld vom Staat versuchen zu kompensieren, da dies eigene Gehaltseinschnitte bedeutet? Die Moral und die Verantwortung gegenüber der Allgemeinheit bleibt auf der Strecke, geht es um das eigene Gehalt.

So ist es also nicht verwunderlich, das sich die Banken untereinander noch immer nicht über den Weg trauen und gegenseitig keine Gelder leihen. Das erinnert mich extrem an eine Weisheit von der Straße, die sehr vulgär daher kommt, aber nicht an Wahrheitsgehalt mangelt: "versuche nie einen Ficker zu ficken".

Schon wird der Ruf nach Zwangsmaßnahmen laut, wie sie in Großbritannien & den USA angeordnet wurden. Die Banken wurden nicht gefragt ob sie Geld in Anspruch nehmen wollen, sie müssen es einfach um Schlimmeres zu verhindern. Man entledigt sich so der Diskussion mit den Verantwortlichen, ob ein früheres Eingreifen nicht hätte einiges verhindern können. Doch genau diese Diskussion haben wir heute in Deutschland. Doch ist dies nicht ein Nebenkriegsschauplatz?

Oder kollidiert hier das Bankensystem nicht ganz einfach weiter mit dem Egoismus-Faktor Mensch? Der selbe, der diese Krise verursacht hat? Wie kann also dieser Faktor Bestandteil der Lösung sein, wenn er schon der Fehler war, der zum Ausbruch der Krise führte? In der Tat, hier ist das Chaos der Krise noch nicht geordnet und an einen Neuanfang, an Vertrauen oder gar an ein Ende der Krise noch nicht zu denken. Man darf also gespannt sein, wie man sich weiter auf der Seite der Manager & Krisenmanager ziert. Man darf sich auch sicher sein, das alles nicht so schnell vorbei sein wird, wie es schon so oft verkündet wurde.

Einzig unverändert an der Situation ist,  der "schwarze Peter" bleibt bei den Managern. Doch die stört das nicht weiter, solange nur die Gehälter auch weiterhin so bleiben wie sie sind. Man kann davon ausgehen, das es eine Verschärfung der Krise nach sich zieht, denn nun geht es nicht mehr allein um unser aller, nein es geht nun auch um ihr eigenes Geld. Da verzerren sich schon mal die Optionen zum Händeln der Probleme.

Doch wer da glaubt es wird nicht mehr so radikal spekuliert, der irrt extrem. Oder wie kann die VW-Aktie übers Wochenende zeitweise über 90% an Wert zu legen? Richtig, hier hat sich jemand total verspekuliert. Wer auf fallende Kurse setzte musste hier das Gegenteil erleben und enorm drauf zahlen. Ein Glück das er es konnte, nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn nicht? Doch was hat dies noch mit realen Werten zu tun, das quasi über Nacht ein Unternehmen 50 Mrd. Euro mehr Wert ist als noch am Freitag zuvor? Sind hier die Maschinen vergoldet worden in einer Nacht und Nebelaktion?

Da verwundert es auch nicht, wenn "Attack-Aktivisten" symbolisch die Börse in Frankfurt/a.M. stürmen und eine Entmachtung der Kapital- & Finanzmärkte fordern. Ein netter und sympathischer Protest, der gerade in dieser Krise viele Sympathisanten in der Bevölkerung, nicht aber bei Entscheidungsträgern findet. Wir wissen alle wie dies endet. Der Protest vergeht und der Status Quo steht.

27.10.08 13:28
 
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