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Licht, Wasser und Menschen

Blamable Vorstellung

Das "Festival of Lights 2008" wurde gestern eröffnet. "Flame of Water" so der Titel dieses Events. "Shame on light of water" wäre passend gewesen. Schon lange vor 22h standen viele Menschen auf dem Bebel-Platz, direkt vor der Humboldt Uni. Gespannt wartete man auf das was da geschehen würde. Ein Feuerwerk an Illuminationen auf Wasser projiziert, dazu etwas musikalische Untermalung. Soweit die verlockende Vorstellung, zumindest aus meiner Sicht. (siehe Bild vom Veranstalter hier)

 

 

Doch Realität & Vorstellung sind oft nicht identisch. Nur das sie soweit auseinander liegen und kaum was miteinander zu tun haben, hätte ich wirklich nicht erwartet. Doch der Reihe nach. Die Veranstaltung war sehr gut besucht. So gut, das die Massen an Menschen zwar auf dem Platz vor der Uni sich versammeln konnten, nur befand sich die Bühne für das Spektakel auf der Seite der Humbold Uni.

Kurz vor Beginn der Show, drängte es die Menschen auf die Straße und den Mittelstreifen. Einen Platz in der ersten Reihe zu ergattern, das hat uns die Werbung eingetrichtert, ist eben Pflicht. Doch die Ordnungskräfte vor Ort, hielten es nicht für nötig, die Straße kurzzeitig zu sperren. Statt dessen quälten sich vor allem die Doppeldeckerbusse durch die, auf eine Spur verengte Straße. Das dies erheblich die Aussicht auf das Spektakel einschränkte, kann sich jeder vorstellen. Von Sicherheitsaspekten will ich gar nicht erst reden.

Was aber gab es denn zu sehen, sollte mal der 100er Bus nicht gleich vom 200er gefolgt die Sicht freigeben. Vorausgesetzt weitere Reisebusse versperren nicht noch zusätzlich die Sicht.

Wer in einem Park schon mal gesehen hat, wie man den Rasen im größerem Stil bewässert, muss sich das ganze einfach bei Nacht vorstellen und dazu ein paar Scheinwerfer, die in verschiedenen Farben abwechselnd das Wasser anstrahlen. Dazu läuft etwas Musik und alles ist nach knapp 20 Minuten vorbei. Wahnsinn das so viele Menschen zusammen kamen um so wenig geboten zu bekommen. Mit Abstand die erbärmlichste Vorstellung, die ich seid Jahren in Berlin erleben durfte.

Zugegeben, ich hab das alles schon professioneller gesehen. Wer schon mal in Barcelona war, dort des Nächtens zum "Plaza de Espania" pilgerte, der bekommt eine Show zusehen, die wirklich sehenswert ist. Jeden Abend im Sommer, alle 30 Minuten. Ein Spektakel, das mit Licht & Wasser neue Dimensionen auferstehen lässt. Dazu natürlich musikalische Untermalung, die sich auch in den Wasserspielen der Fontainen wiederspiegelt. Wer jetzt glaubt, das wäre neu, dem sei gesagt, seid der Weltausstellung vor gut 100 Jahren kann man sich dies in Barcelona ansehen. Eher erstaunlich, wozu man damals schon in der Lage war und einen heute noch fasziniert.

 


 

Dagegen ist die Wasserspielerei gestern an der Humboldt Uni (siehe Bild oben) ein schlechter Scherz, dem es auch noch an Niveau fehlt. Wunderbar hingegen, erstrahlte der Berliner Dom vom Lustgarten aus, mit schönen Ornamenten.

 


 

15.10.08 11:21
 
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