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naiver Datenstrip oder ...

Bewußte Naivität schützt auch nicht.

An manchen Tagen, meißt an denen, wo man spät aufsteht, verläuft alles völlig anders den Tag über, als man es gewohnt ist. Ich hab es mir ja schon abgewöhnt dann zu versuchen in den täglich normalen Ablauf wieder rein zu kommen, gelingt meißt eh nicht. Wozu dann ein solches Ziel verfolgen?

Also bin ich mal wieder zu einer Reise durch die unendlichen Weiten im Netz losgezogen. Mal sehen wo es einen so hintreibt. Allerdings war das heute eine eher deprimierende Angelegenheit. Fast so als wenn man beschlossen hat sich keine Nachrichten mehr anzusehen, weil einem dann wenigstens noch die 'naive' Hoffnung auf eine heile Welt bleibt. Ungetrübt von den alltäglichen Horromeldungen, die mit dem Einschalten der Nachrichten auf uns warten.

Naja, blöd ist nur, ich gehöre nicht zu den naiven Personen und wär's gern hin & wieder. Nur so zum Abschalten, für eine kleine 'heile' Ewigkeit. Und wie ich das schreibe, muß ich automatisch an die Gefahren des Datenstrips denken, die real sind. Was das ist? Im Grunde geht es da um freiwillig gemachte Angaben im Netz, die jeder auch zu deinen Ungunsten nutzen kann. Öffentliche Blogs, auch meiner, sind da eine wahre Fundgrube. Man kann sich zur Vollendung eines Persönlichkeitsprofils kaum besseres Ausgangsmaterial wünschen. Irgendwie schon beängstigend, aber real & in aller Konsequenz auch wahr.

Sowas erzeugt natürlich Ängste, auch bei mir. Aber was ist die Konsequenz, will man es verhindern? Es gibt nur eine, es eben lassen. Oder gibt es noch die andere? Welche? Eine in der man sich einfach keine Angst machen läßt, womöglich aber auch ins offene Messer läuft. Eine, in der man einfach man selbst bleibt, unbeeindruckt von den Konsequenzen, die es mit sich bringt oder mit sich bringen kann? Eine solche 'Aufmüpfigkeit' kann auch schlecht für Bewerbungen bei neuen Jobs sein, wenn man sie herrausließt. Alles was man getippt hat kann einem umgedeutet, zum Gegenteil ausgelegt werden und das immer dann, wenn es Dir am wenigsten in den Kram paßt. Sind das unsere Aussichten für das andere Leben im Web?

Doch da stellt sich zwangsläufig die Frage, warum nutze ich es nicht zu meinem Vorteil? Vorteil? Na kreiere eine fictive Person zu genau diesem Zweck. Um Vorteile von deren Characktereigenschaften zu haben. Sei es in Job, Leben oder finanziellen Dingen. In gewisser Weise machbar & irgendwie ein interessantes Projekt, das auch Spaß machen kann. Das auch durchaus überzeugen kann. Nur es ist eine fictive Person, beim realen Kontakt wäre sie am Auffliegen. Ich bin kein Schauspieler, ich bin ich und wollte auch nie ein anderer sein. Vielleicht etwas anders, aber kein Anderer. Also bleibt nur die Naivität zu glauben man könnte noch man selbst sein. Unbeeinflußt von dem, was einfach Einzug in unsere Realität hällt. Egal ob Horrormeldung oder gefährliche mögliche Praktiken. Dabei schrieb ich eingangs noch, "... ich gehöre nicht zu den naiven Personen ...".

Irgendwie schon, aber dann auch ganz bewußt. Eben um sich nicht der Angst unterzuordnen, einen paranoiden Gedankenkomplex im Hirn zu installieren. Aber auch nicht blauäugig die Dinge außer acht zu lassen, denn sie sind real. Gibt's denn eigentlich bewußte Naivität? Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Bisher nahm ich an Naivität wäre im Unbewußtem begründet.

Wie dem auch sei, es ist schwer sich ein Leben vorzustellen, in dem alles überwacht wird. Wie z.B.: die Telekommunikation (passiert seid dem 01.01.2008), das Reiseverhalten (ist geplant), die Meinungsäußerung im Blog oder Web allgemein (schon jetzt möglich) oder das Kaufverhalten (geht auch schon fast komplett heute). Das was mich im Grunde positiv in die Zukunft blicken läßt, ist einzig der Gedanke, das das letztlich keiner wirklich wollen kann. Das so keiner Leben will. Nur wieso läßt viele, zuviele das alles so kalt? Ich bin wohl doch ganz schön naive. Dabei wollte ich es nur hin und wieder mal, für eine kleine Ewigkeit sein.

18.2.08 00:12
 
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